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Normale Zahncreme oder Zahnpasta ohne Fluorid?

Zahnpasta ohne FluoridSchädlich oder doch unbedenklich – Was steckt hinter dem großem Hype von der Zahnpasta ohne Fluorid? Der folgende Artikel soll ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Viele Hersteller werben in regelmäßigen Abständen für ihre neuen Zahncremes, die noch besser sein sollen und unsere Zähne noch gründlicher reinigen sollen. Fakt ist, dass bestimmte Zahnpasten aggressive Stoffe enthalten, welche eher dazu geeignet sind, den Zahnschmelz und somit den Zähnen zu schaden.

Besonders über Fluorid gibt es in der letzten Zeit heftige Diskussionen darüber, ob dieser hochgelobte Stoff nicht letztendlich den Zähnen einen Schaden zufügt. Daher bieten mittlerweile einige Fabrikanten auch Zahnpasta ohne Fluorid an. Hierzu gehören unter anderem große Naturkosmetikfirmen, die stattdessen auf natürliche Mineralien und Pflanzenextrakte setzen.

Wird eine Zahnpasta ohne Fluorid verwendet, wird auf die Schutzwirkung des Spurenelements vor Karies verzichtet. Jedoch ist Fluorid kein essentielles Spurenelement, das heißt der Körper ist nicht zwingend darauf angewiesen um zu überleben. Karies ist auch keine Erkrankung, die durch das Fehlen von Fluorid verursacht wird. Fluorid kann dieser lediglich vorbeugen oder ihren Verlauf positiv beeinflussen. So ist es durchaus möglich, mit der richtigen Zahnpflege und einer ausgewogenen Ernährung Karies zu verhindern auch ohne eine fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden. Insbesondere für Kinder wird oft erst ab dem 6. Lebensjahr eine fluoridhaltige Zahnpasta empfohlen. Zuvor ist eine Zahnpasta ohne Fluorid sinnvoll, da durch unkontrolliertes Verschlucken größere Mengen Fluorid zugeführt werden könnten.

TOP 4 – Beliebte Zahncremes ohne Fluorid

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Was ist Fluorid?

Fluorid ist ein Spurenelement, das entsteht, wenn sich das Gas Fluor mit einem anderen Element verbindet. Im Körper stellt Fluorid einen wichtigen Bestandteil dar und wird dort vor allem in Zähnen und Knochen gespeichert. Daneben kommt es auch in Haut, Haaren und Nägeln in geringeren Mengen vor. Es ist für die Festigung der Knochenstruktur und für die Härtung des Zahnschmelzes zuständig.

Fluorid kann über die Nahrung zugeführt werden, es ist aber nur in sehr wenigen Lebensmitteln enthalten. So finden sich nennenswerte Mengen beispielsweise in Seefisch, Meeresfrüchten, Nüssen, Fleisch und Sojaprodukten. Zudem wird es auch über fluoridiertes Speisesalz, Mineralwässer oder Zahnpasta mit Fluoridzusatz zugeführt.

Warum wird Fluorid in Zahncremes verwendet?

Fluorid findet sich mittlerweile in beinahe jeder Zahnpasta und kommt dort als Natriummonofluorphosphat, Aminfluorid oder Zinnfluorid vor. Es kommt in Zahncremes aus mehreren Gründen zum Einsatz.

So wird es in den Zahnschmelz eingelagert und kann dort bei einem Angriff durch Säuren aus der Nahrung den Einbau von Mineralien in den Zahn, die sogenannte Remineralisation, beschleunigen. Zudem bilden Fluoride eine Art Schutzfilm um die Zähne. Dieser kann den Zahn vor aggressiven Säuren schützen. Schließlich ist Fluorid auch in der Lage, in zahnschädigende Bakterien einzudringen und deren Stoffwechsel zu stören. So verringert sich die Säureproduktion nach der Zufuhr von Kohlenhydraten deutlich. Durch die zunehmende Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta konnte insbesondere bei Kindern ein deutlicher Rückgang der Karies beobachtet werden.

Ist Fluorid schädlich?

Immer wieder gibt es Stimmen, die behaupten, dass Fluorid schädlich für den Körper sei und besser eine Zahnpasta ohne Fluorid verwendet werden sollte. Dies mag damit zusammenhängen, dass viele Menschen Fluorid gleichsetzen mit Fluor. Bei diesem handelt es sich in der Tat um ein hochreaktives Gas, das in der Lage ist, zahlreiche Materialien zu zerstören. Das Salz Fluorid ist hingegen weitgehend ungefährlich. Dennoch sollte eine zu hohe Zufuhr vermieden werden, sonst kann es zu einer sogenannten Fluorose kommen. Hierbei bilden sich weiße Flecken oder Streifen auf den Zähnen, es handelt sich jedoch hierbei eher um ein ästhetisches Problem. Fluorid schädlich

Vergiftungen mit Fluorid durch Zahnpasten sind praktisch ausgeschlossen, da diese nur sehr geringen Mengen des Spurenelements enthalten, so dass die ganze Tube verspeist werden müsste, um eine Vergiftung auszulösen. Schmeckt die Zahnpasta jedoch gut, ist diese Gefahr bei Kindern durchaus gegeben. Sehr hohe Fluoridmengen können jedoch durchaus zum Problem werden, da diese zur Ausbildung einer Knochenfluorose führen können. Bei dieser Erkrankung werden die Knochen zunehmend brüchiger und die Gelenke können im schlimmsten Fall versteifen.

Insbesondere bei Kindern kann die Zufuhr großer Mengen Fluorid zu einer akuten Vergiftung führen. Diese äußert sich unter anderem in Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Um diese Gefahr zu vermindern, ist es sinnvoll, für Kinder eine Zahnpasta ohne Fluorid zu verwenden. Eine derartige Vergiftung kann auch auftreten, wenn über einen längeren Zeitraum regelmäßig hohe Fluoriddosen, beispielsweise über fluoriertes Trinkwasser zugeführt werden. In diesen Fällen kann es zu gravierenden Nierenschäden kommen.

Eine Alternative zu den normalen Zahncremes

Als Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta bieten sich auf Naturbasis hergestellte Pasten an, welche vorwiegend im Bioladen oder Reformhaus angeboten werden. Diese enthalten überwiegend natürliche oder naturbelassene Substanzen, welche wohltuend auf Zähne und Zahnfleisch wirken. Solche Zahncremes beinhalten beispielsweise Salz, Salbeiblätter oder andere Kräuter in weiteren Rezepturen.

In den Geschäften für Naturkosmetik sind darüber hinaus viele andere Artikel zur Zahnpflege erhältlich wie Zahnsalze und -pulver, Zahnöle, oder mit Öl getränkte Zahnseide, Zahntabletten, -drops und -pastillen sowie unterschiedliche Zahngels.

Eine weitere Möglichkeit, auf fluoridhaltige Zahnpasten zu verzichten, ist es die Zahnpasta selber herzustellen. Dafür werden in der Regel nur wenige Zutaten benötigt.