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Wie man eine natürliche Zahnpasta selber machen kann

Warum sollte man seine natürliche Zahnpasta selber machen? Diese Frage haben sich bislang nur die wenigsten gestellt, aber wenn man sich die Inhaltsstoffe, aus denen die Zahncreme aufgebaut wurde, einmal näher ansieht, dann wird man feststellen, dass davor gewarnt wird, die Substanzen nicht herunterzuspülen bzw. zu verschlucken.

Ist es nicht bedenklich, eine Zahnpasta zu verwenden, die nicht geschluckt werden darf? Geschieht das Schlucken der Zahncreme nicht automatisch, ohne dass es bemerkt wird? Des Weiteren sind viele Inhaltsstoffe, welche in Zahnpasten enthalten sind, überhaupt nicht dafür geeignet, die Zähne gesünder zu machen.





Was so alles in normalen Zahncremes enthalten ist?

Diese und andere Inhaltsstoffe werden in den Zahnpasten aus dem Handel verarbeitet. Ihre Wirkweise wird in der Öffentlichkeit diskutiert, sie ist außerdem umstritten:

  • Asparatam
  • Carrageenan steht im Verdacht eine entzündungsfördernde Wirkung zu haben
  • Mikro Plastik Partikel, welche eine ungünstige Wirkung auf den Organismus haben
  • Zuckeraustauschstoff Sorbit wirkt nachweislich kariesfördernd
  • Fluoride, zu viel Fluorid wirkt sich auf den Stoffwechsel hemmend aus, das hat zur Folge, dass man sich schlecht fühlt, in großen Mengen macht es die Zähne außerdem porös

natürliche Zahnpasta selber machenDie Warnhinweise auf der Zahnpastaverpackung, welche vor dem Schlucken der Zahnpasta warnen sind überflüssig: Denn die Stoffe aus der Zahncreme können ebenso gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Für diejenigen, welche kleinere Kinder haben, ist das eine überaus ungünstige Situation. Denn die kleinen Kinder könnten in einem unbeaufsichtigten Moment zu viel Zahnpasta verschlucken. Das kann gesundheitliche Probleme nach sich ziehen und je nach verschluckter Menge sogar lebensbedrohlich für ein Kleinkind werden.

Doch was kann solchen Missständen entgegengesetzt werden. Wie soll man sich verhalten? Es bringt wenig, keine Zahnpasta mehr zu verwenden, denn man möchte schließlich, dass die Zähne richtig sauber werden und das jeden Tag ohne Nebenwirkungen.

Eine Alternative ist es, die Zahnpasta selber herzustellen, und zwar aus natürlichen Substanzen, welche die Zähne nicht zerstören, sondern auf natürliche Weise aufbauen. In den gekauften Produkten sind viele unerwünschte Substanzen enthalten, die man unter Umständen als Inhaltsstoff gar nicht haben möchte.

Die Vorteile der selbst hergestellten Zahnpasta

Zahnpasta selber machen ist eine gute Alternative, um sicherzugehen, dass nur die Zutaten enthalten sind, welche man sich für die Mundpflege wünscht. Die eigene Zahnpasta selber herzustellen bietet im Weiteren auch noch den Vorteil, dass man auf viele Zusätze einfach verzichten kann. Wer Zahnpasta selber machen kann, weiß nämlich genau, was in der Zahnpasta enthalten ist. Die Zutaten der selber hergestellten Zahncreme werden selber bestimmt. In die Tube oder in das verschraubbare Glas kommen nur natürliche Substanzen hinein und es werden keine chemischen oder giftigen Mittel beigemengt. Zahnpasta selber machen hilft dabei, die Zähne durch natürliche Inhaltsstoffe sauber und hygienisch rein zu halten.

Zugegeben, die selbst gemachte Zahncreme hält sich nicht so lange, wie die gekaufte. Doch sie schmeckt gut, sie kann heruntergespült werden und der Mundinnenraum bleibt sauber. Das frische Gefühl und den guten Geschmack, den man durch die selber gemachte Zahnpasta bekommt, will man nicht mehr missen.

Zahnpasta selber machen ganz einfach

Eine gesunde und natürliche Zahnpasta selber machen ist eigentlich einfach. Denn man benötigt nur die richtigen Zutaten, welche man zusammenmischt und dann in ein geeignetes Behältnis füllt. Das ist schon alles. Selbstverständlich kann man sich alle Zutaten selber aussuchen.

Tipp: Wenn man ganz sicher sein möchte, dass diese aus der Natur stammen, dann pflückt man die Blätter zum Zahnpasta selber machen im eigenen Garten oder kauft sie in Bio-Qualität im Naturkostladen.

Zahnpasta selber machen mit diesem Resultat:

  • die Zähne werden ab jetzt schonend sauber gepflegt
  • das Zahnfleisch wird gepflegt
  • Entzündungen und Karies werden sicher vorgebeugt
  • selber hergestellte Zahnpasta schmeckt gut
  • natürliche Zahnpasta selber machen ohne giftige Zusatzstoffe

5 Rezepte – In wenigen Schritten die eigene natürliche Zahnpasta selber machen

Zahnpasta selber machen kann man am besten, wenn man zunächst eine Substanz anmischt, welche der Zahncreme als Grundlage dient. Dazu verwendet man in den meisten Fällen Stoffe wie Heilerde, Lavaerde, Schlämmkreide, weiße Tonerde oder ähnliche Stoffe. Diese Mittel werden in Pulverform im Reformhaus oder in Naturkostläden vertrieben.

Hinzu kommt, dass man ein Gelier– oder Bindemittel braucht. Hierfür kann man Traganth einsetzen. Traganth, welches auch als Tragant bezeichnet wird und hierzulande auch als Astragalus vertrieben wird, ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Traganth wird als Verdickungsmittel aus einigen Arten dieser Pflanze gewonnen und wirkt beinahe wie eine gummiartige Substanz. Alternativ kann auch Xanthan verwendet werden. Das ist ein Gelier- oder Verdickungsmittel, welches auch naturbelassene Lebensmittel beigemengt wird. Es ist nach der EU Norm für Bio-Produkte zugelassen und im Bio-Laden erhältlich.

Dazu kann man natürlich als Grundlage noch einige weitere Zutaten hinzufügen wie Kokosöl: Am besten verwendet man die kalt gepresste Sorte in Bioqualität. Wenn man möchte, nimmt man alternativ eine andere Ölsorte, zum Beispiel Sesamöl.

Zu guter Letzt kann man dem Gemisch auch noch Aktivkohle hinzufügen. Wenn man Wert auf eine glatte Zahnoberfläche legt, mengt man grundlegend noch Xylitol bei. Damit schmeckt die Zahnpasta außerdem ein bisschen süß. Xylitol reduziert im Übrigen Bakterien und regt zudem den Speichelfluss an. Es ist eine Substanz, welche aus der Birkenrinde gewonnen wird. Im Weiteren kann Natron der Grundmischung beigemengt werden. Natron neutralisiert kariesverursachende Säuren und wirkt außerdem ein bisschen aufhellend.

1. Variante: Zahnpasta selber machen mit ätherischen Ölen

Zutaten:

  • 1-2 EL Heilerde
    Zahnpasta selber machen, Heilerde

    Heilerde, eine wichtige Zutat für Herstellung der eigenen Zahnpasta.

  • ¼ TL Natron (Bikarbonat)
  • ¼ TL Tragant (Traganth)
  • 1 TL Xylitol
  • ¼ TL Aktivkohlepulver

Ätherische Öle nach Geschmack wie:

  • Pfefferminzöl
  • Fenchelöl
  • Nelkenöl
  • Rosmarinöl
  • Salbeiöl
  • Zitronenöl

Die Zubereitung der Zahnpasta mit ätherischen Ölen:

Für eine kleine Menge Zahnpasta mischt man ein bis zwei Esslöffel der Heilerde mit gleichen Teilen Wasser. Die Paste wird verrührt, bis eine breiartige Masse entsteht. Dem Pulver wird nun eine Messerspitze Traganth zugefügt. Dann wird die Menge noch einmal zu einem geschmeidigen Brei verrührt. Je nach Geschmack kann nun etwas Natron und Xylitol zugegeben werden. Falls die Masse nun immer noch nicht süß genug ist, oder wer auf Xylitol verzichten möchte, der verwendet als Alternative Stevia. Für weißere Zähne fügt man etwas von dem Aktivkohle Pulver hinzu. Wenn alles angerührt ist, können ein paar Tropfen eines der ätherischen Öle hinzugefügt werden.

2. Variante: Die natürliche Zahnpasta selber machen mit Blättern aus der Natur

Statt der ätherischen Öle kann man auch die Blätter nehmen, aus denen die Öle gewonnen werden. Der Vorteil liegt darin, dass man eventuell im Handel vergebens nach dem gewünschten Öl sucht. Sollte das der Fall sein, dann kann auch auf die Blätter zurückgegriffen werden. Zum Zahnpasta selber machen verwendet man Blätter von Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Myrrhe. Darüber hinaus kann man auch Basilikum oder eine andere Blattart nehmen, welches ätherische Öle enthält. Die Blätter werden zerteilt und dann im Mörser fein zerrieben, bis ein pulverartiger Stoff entsteht. Die fein zerriebenen Blätter werden dann anstelle der Öle dem oben beschriebenem Grundgemisch beigemengt.

3. Variante: Zahnpasta selber machen als Variante mit Kokosöl

Für alle diejenigen, welche auf die Heilkraft des Kokosöles vertrauen, gibt es noch dieses Rezept:

Zutaten:

  • 4-5 EL Kokosöl
  • 2-3 EL Natron
  • Xylitol oder Stevia nach Geschmack
  • 10-20 Tropfen Pfefferminzöl oder nach Geschmack
  • 1 Prise Steviapulver nach Geschmack

Zubereitung der Kokoszahnpasta:

Das Natron wird mit  Xylitol oder Stevia in eine Schüssel gegeben. Nun werden die Zutaten mit einem Löffel gut miteinander vermengt. Das Kokosöl wird geschmolzen und die Zutaten werden dem Kokosöl beigemischt. Alle Zutaten werden umgerührt, bis eine cremige Masse entsteht. Dann wird das Pfefferminzöl zugegeben und alles noch einmal gemischt. Am besten kann man die Kokosmasse in ein verschließbares Glas einfüllen. Wenn man die Zahnpasta bei Zimmertemperatur lagert, bleibt sie weich. Falls man die harte Variante der Zahnpasta bevorzugt, ist es besser die Paste im Kühlschrank zu lagern. Die Kokoszahncreme wird dann mit einem kleinen Löffel auf die Zahnbürste aufgetragen.

4. Variante: Eine natürliche Zahnpasta selber machen mit Kurkuma-Pulver und Kokosöl

Dieses ausgefallene Rezept hat Max in seinem Video selbst ausprobiert. Es ist eine gesunde Alternative zu den normalen Zahncremes und sehr einfach und günstig herzustellen. Wird die selbst gemachte Zahnpasta beim Zähneputzen ausversehen verschluckt, ist das kein Problem. Denn diese Zahnpasta zum Selbermachen ist essbar.

Zutaten:

  • 1 TL Kurkuma Pulver
  • 1 EL Kokos-Öl
  • ¼ TL Natron
  • 10 Tropfen Ätherisches Öl als Geschmackselement

Die Zubereitung der Zahnpasta wird im Video Schritt für Schritt erklärt.

5. Variante: Zahnpasta selber machen mit Tinkturen und Hydrolaten

Anstelle der ätherischen Öle, der Blätter oder des Kokosöls gibt es noch eine interessante Art und Weise zum Zahnpasta selber machen. Die Verwendung von Tinkturen oder Hydrolaten eignet sich hervorragend als Zutat zur selber hergestellten Zahnpasta.
Bei Tinkturen handelt es sich um alkoholische Auszüge aus Pflanzen, welche Pflanzenwässer enthalten. Jedoch wird wegen der besseren Haltbarkeit der Tinktur Alkohol hinzugefügt.

Hydrolate entstehen aufgrund von Pflanzenwässern, welche dadurch entstehen, dass Blüten, Blätter oder weitere Pflanzenteile destilliert werden. Die Hydrolate sind besonders gesund, da diese viele Stoffe enthalten, welche für die Mundflora gesundheitsfördernd sind. Salbei- und Rosmarinhydrolat sind besonders förderlich für die Mundgesundheit, man kann sie in der Apotheke oder im Reformhaus fertig kaufen. Das Hydrolat lässt sich auch zum Zahnpasta selber machen einfach selber herstellen. Hierfür kocht man aus den gewünschten Kräutern einen starken Tee. Zur weiteren Verwendung lässt man ihn abkühlen.

Zutaten:

  • 5 TL Heilerde
  • ¼ TL Aktivkohlepulver
  • ¼ TL Tragant
  • 1 TL Xylitol
  • ¼ TL Natron (Bikarbonat)
  • 1 Teelöffel Tinktur (beispielsweise aus Lavendelblüten)
  • 2,5 Teelöffel Hydrolat, zum Beispiel aus Pfefferminzblättern, Zitronenmelisse oder Salbeiblättern

Die Zubereitung:

Alle Zutaten werden gut miteinander verrührt, bis man eine cremige Masse erhält. Sollte die Masse nicht sämig genug sein, kann noch etwas Heilerde hinzugefügt werden. Wenn diese zu fest geworden ist, hilft es, noch etwas Hydrolat beizumengen.
Die fertige Zahnpasta wird in einen Tiegel oder in eine Tube gefüllt. Sollte man einen Tiegel verwenden, hilft es, die Zahnpasta mittels eines Spatels oder eines Löffels zu portionieren.

Tipp: Alle selber gemachten Zahnpasten halten sich einige Wochen. Bei der Zubereitung sollte aber trotzdem darauf geachtet werden, nur kleine Mengen davon herzustellen.

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